Willkommensparty für Michael Schuett in Deutschland
Ein weiterer Geschädigter von USAG24 – Michael Schuett schreibt mir folgendes:
Es gibt Firmen, die noch auf wichtige Gründungsunterlagen von Herrn Schütt warten (zum Teil schon über 6 Monate) und immer wieder mit immer billiger werdenden Ausreden hingehalten werden. Denen ist/war noch nicht wirklich klar, dass sie betrogen werden. Zum Teil haben diese Unternehmen sehr ambitionierte Ziele in den USA und sind sich nicht im Klaren darüber, dass Herr Schütt (meistens als Herr Brand) sie vollkommen falsch beraten hat (Handel der Aktien des US-Unternehmens, Gewinnen neuer Aktionäre etc.). Es wurden auch wieder Firmen mit der Behauptung verkauft/gegründet, dass diese dann eine sofortige Kreditwürdigkeit hätten und man über den Umweg US Corporation einfacher an Kredite kommen kann.
Dann natürlich auch wieder die Variante Firmengründung, Konteneröffnung wobei unter irgendwelchen Vorwänden vom Kunden ein hoher Betrag auf das Konto gezahlt werden musste, um die Firma gründen zu können. Im Gegenzug hat man dann gefälschte Gründungsdokumente bekommen, die erst später durch echte ersetzt wurden. Das Geld war weg.
Es fällt dabei auch ein anderes Licht auf Herrn Schwarzkopf: Er wird anscheinend von Herrn Schütt dazu benutzt, um “renitenten” Kunden einen deutschen Anwalt vor die Nase zu setzen und denen gegenüber einen scheinbar höheren rechtlich Druck aufzubauen. Oder nennen wir es einfach Einschüchterung … Jedenfalls weiß Herr Schwarzkopf besser über die Machenschaften des Herrn Schütt Bescheid, als er bisher zugegeben hat.
Wir ermuntern alle Betroffenen, eine Strafanzeige beim Polizeipräsidium Berlin zu erstatten – so wie wir es heute getan haben. Viele finden dies im ersten Moment aussichtslos, stimmen dann aber mit uns doch überein, dass eine wachsende Anzahl von Anzeigen gegen Herrn Schütt doch ein gewichtiger Grund sein könnte, dass sich auch deutsche Behörden wieder mit Herrn Schütt beschäftigen. Vielleicht wird ja Herr Schütt demnächst des Landes verwiesen und wir können ihm eine ansprechende “Willkommensparty” ausrichten.
Es gibt doch erhebliche Bedenken (für mich sogar verständlich) mit diesen Problemen an die Öffentlichkeit zu gehen. Für einige Betroffene geht es auch darum, mit einer falschen Managemententscheidung zu leben, die gegenüber Investoren vertreten werden muss – ein Umstand, der von Herrn Schütt reichlich ausgenutzt wird. Und es sind immer noch viele dabei, erst jetzt zu verstehen, dass sie wirklich betrogen wurden – auch wenn sie schon lange mit der Arbeit von Herrn Schütt unzufrieden sind.
Herr Schwarzkopf wurde namentlich von einigen Betroffenen genannt. Entweder als lokaler Ansprechpartner – nach meinem Verständnis für lokale Hinhaltetaktiken – und eben auch als direkte Bedrohung für Schütt-Kunden, nach dem Motto “obwohl wir eine US-Firma sind, können wir Ihnen unsere deutschen Anwälte vor Ort auf den Hals hetzen”. Herr Schwarzkopf hat mit seinem Auftreten dieses Bedrohungszenario aktiv unterstützt. Bei anderen ist er als ehrbarer Hamburger Kaufmann aufgetreten und wahrgenommen worden – immer mit dem Versprechen, weitere Unterstützung zu geben, aber dennoch immer wieder an “unvorhersehbaren” Widrigkeiten gescheitert.
Liebe Leser, wurden auch Sie betrogen, so sollten Sie eine Strafanzeige bei der Polizei/Staatsanwaltschaft Berlin stellen. Diese ist kostenlos und einfach über das Internet zu machen. Unter https://www.berlin.de/polizei/internetwache/index.php können Sie einfach den Tatbestand beschreiben, die Daten eingeben und es per Onlineformular an die Polizei Berlin abschicken.
Auch kann jeder eine Anzeige gegen Schütt wegen Geldwäsche stellen. Es ist ja eindeutig bewiesen, dass er in den USA 70 Millionen Dollar abgewickelt hat, vermutlich wurden dazu auch die Deutschen Konten verwendet und es befinden sich Gelder noch darauf. Die Staatsanwaltschaft kann auch hier ermitteln, wenn die eine Anzeige von Ihnen bekommen.
Wichtig ist, dass diese Anzeige gegen Michael Olaf Schuett und US AG 24 Inc., Friedrichstrasse 50, 10117 Berlin gerichtet sind.

10. Mai 2010 - 22:06
Also mal ernsthaft:
Wann hätte Schütt denn bitte schön Zeit haben sollen, sich um solche Sachen wie “Firmengründungen für Kunden” etc zu kümmern. Der war doch jeden Tag in den letzten Monaten/Jahren damit beschäftigt, neue Konten für seine Geldverschiebereien zu eröffnen, Schecks für Gambler auszustellen und Rolex-Uhren einzukaufen.
12. Mai 2010 - 10:57
Es sollte rund 90 Tage nach seiner Verhaftung ein Urteil verkündet werden.
Wann können wir hier mit einer Info rechnen ?!
14. Mai 2010 - 11:46
Manni, woher Du wisse ?!
13. Mai 2010 - 13:35
Die Urteilsverkündung ist vom Gericht auf den 21. Juni 2010 gesetzt.